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Wildernde Hunde töteten bereits fünf Tiere

Die Jäger sind besorgt - Die Verdächtigen sind ein Dackel und ein großer schwarzer Hund

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Von Holger Buchwald

Heidelberg. Heinz Kaltschmidt ist seit fast 50 Jahren Jäger in Heidelberg. Doch an solch einen Fall kann sich selbst der Kreisjägermeister aus Rohrbach nicht erinnern. Bereits zum fünften Mal innerhalb eines Jahres haben Spaziergänger und Kaltschmidts Kollegen in den Rohrbacher Weinbergen und im Stadtwald auf dem Boxberg und im Emmertsgrund ein totes Wildtier entdeckt - gerissen von Hunden. Im Verdacht stehen ein Dackel und ein großer schwarzer Hund. Die beiden Vierbeiner wurden mehrmals gesehen, wie sie sich an den halb toten Tieren zu schaffen machten. Doch bevor jemand sie einfangen konnte, flüchteten sie durchs Gebüsch. Der große schwarze Hund wurde sogar von einem Jäger fotografiert - allerdings mit dem Handy, vom Hochsitz aus, aus weiter Entfernung. Daher ist er auf dem Bild nicht sehr gut zu erkennen.

"Dort unten lag der Rehbock", sagt Kaltschmidt. Zusammen mit seiner Bayerischen Gebirgsschweißhündin Thea steht er in den Weinbergen und zeigt in Richtung des letzten Tatorts, das Gras ist noch niedergetrampelt. Bei dem Opfer handelte es um ein junges Tier, "vielleicht ein Jahr alt", schätzt Kaltschmidt. Überhaupt scheinen es die wildernden Hunde vor allem auf Rehe abgesehen zu haben, nur ein Mal wurde ein totgebissener Feldhase gefunden. Der erste Fall ereignete sich im letzten Dezember. Stets waren an den Kadavern verdächtige Spuren zu entdecken, die auf wildernde Hunde schließen lassen. Kaltschmidt zeigt Fotos auf seinem Handy: Die Vorderläufe der Tiere sind verbissen, aus dem Hinterteil sind ganze Stücke herausgerissen. Auch an der Kehle finden sich Bisswunden.

Fünf Fälle seien schon viel, doch die Dunkelziffer könnte noch höher sein, befürchtet Kaltschmidt. Es sei auch gut möglich, dass die Hundebesitzer gar nicht wüssten, dass ihre Vierbeiner wildern. "Vielleicht büxen sie unbemerkt aus." Nun hofft der Kreisjägermeister auf die Mithilfe der Bevölkerung.

Außerhalb der Bebauung gibt es keinen Leinenzwang. Selbst im Stadtwald dürften Hunde frei laufen, solange sie in der Reichweite ihres Herrchens bleiben, klärt Kaltschmidt auf. Er fordert aber, dass wenigstens in der Schonzeit im Frühling, wenn auch die Jäger nicht jagen dürfen, die Vierbeiner an die Leine müssen. Der jüngste Fall mit dem Rehbock hätte dadurch zwar nicht verhindert werden können. Aber wenn sie trächtig sind, sind die Rehe noch schwerfälliger und daher leichte Beute für wildernde Hunde, warnt Kaltschmidt.

Selbst wenn er den Dackel und den großen schwarzen Hund auf frischer Tat ertappen würde, erschießen dürfte er sie nicht, betont Kaltschmidt. Das liegt an dem neuen Jagdgesetz, das seit zwei Jahren in Kraft ist. "Ich müsste die beiden einfangen."

Info: Wer Hinweise auf die wildernden Hunde geben kann, sollte sich unter Heinz@Kaltschmidt.de an den Kreisjägermeister wenden.

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